Wir finden es gut und wichtig, in der Öffentlichkeit über Sexualpädagogik und Sexuelle Bildung zu sprechen. Zeitgemäß, ehrlich und transparent.

Die Sexuelle Bildung, Sexualpädagogik und Sexualerziehung sind eine wichtige und bedeutende Querschnittsmaterie, die den Bildungsbereich immer mehr betrifft.

Die Sexuelle Bildung als Fach ist in der Ausbildung von pädagogisch tägigen Personen noch nicht selbtverstandlich. 2015 veröffentlichte der BMBF den Grundsatzerlass Sexualpädagogik. Damit wurde ein erster Schritt getan, um eine zeitgemäße pädagogische Haltung gegenüber der sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und die sexualpädagogische Arbeit in Einrichtungen als integrativen Bestandteil eines modernen Bildungssystems zu verankern.

Dieser aktuellen Situation entsprechend, ist es eine wichtige Grundlage, auf externe Personen und Expert*innen im Bereich der Sexualpädagogik zurückgreifen zu können. Dafür sollten Standards definiert werden, auf die aufgebaut werden kann.

Um den profund geschulten Menschen, die sich dem immer noch tabuisierten Thema selbst- und vielfaltsbewusst annehmen, mit entsprechender Wertschätzung entgegenzutreten, sprechen wir uns für definierte und verankerte Standards für ganz Österreich aus.

Ein gutes Beispiel für europaweite Standards bietet bereits das WHO-Regionalbüro und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Deutschland (BZgA). Unsere Arbeit bei lil* orientiert sich an diesen Standards sowie den nationalen und internationalen rechtlichen Grundlagen und Empfehlungen.

Es kommt nicht nur darauf an, welche Inhalte vermittelt werden, sondern auch wie und aus welchen Motiven sie thematisiert werden – und welche Grundhaltung dabei im Vordergrund steht.

Unser Anspruch ist es, die gesellschaftlichen und emotionalen Herausforderungen, die mit Belangen rund um Beziehungen, Gefühle und Sexualität verknüpft sind, in all ihrer Vielschichtigkeit ganzheitlich, wissenschaftlich fundiert und bedürfnisorientiert zu betrachten und zu kommunizieren.

Niemand ist gleich und niemand ist verkehrt. Was wir daraus machen ist unsere gesellschaftliche Verantwortung. 

 

 

 

 

 

 

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