Hitzig und ganz schön aufgeladen ist die Stimmung und da spielt die Jahreszeit gar keine große Rolle: Es ist 2019 und es reicht aus einfach nur über Sexuelle Bildung zu sprechen. 

 

 

 

Seit Jahren wird der Umgang mit dem Thema Sexualpädagogik an Schulen in Österreich medial und politisch sehr kontroversiell diskutiert. Das ist gut so – wenn das Thema der Hauptdarsteller bleibt. Aktuell ist dem nicht so.  Wir stehen kurz davor, dass unser Parlament darüber abstimmt, externe Expert*innen zur Sexualpädagogik in der Schule zu verbieten. 

 

 

 

 Sexualität mit ?

Wir sprechen also darüber, dass für Schulen zukünftig keine externe Begleitung bei Fragen zu Sexualität erlaubt sein soll. Wir lesen von Begrifflichkeiten wie Weltanschauung, indoktrinieren, von sachlicher Sexualpädagogik. Klingt nach einem sehr gefährlichen Thema. Ist das möglicherweise Absicht?

Die Sexuelle Bildung ist positiv. Sie stärkt junge Menschen, sie klärt auf, sie informiert, sie wirkt gesundheitsfördend, sie ist wirksam für alle Lebensabschnitte, sie ist Präventionsarbeit, im besten Sinne unaufgeregt und bei alldem ist sie auch politisch.

Sexuelle Bildung ist für ein respektvolles Miteinander förderlich und hat Einfluss auf unsere Gesellschaft

Welches Zeichen wollen wir setzen, wenn wir die Themen der Sexuellen Bildung in der Schule noch mehr tabuisieren, skandalisieren und im Bildungssystem von allem „separieren und abschotten“?

Wie sollen bei dieser Signalwirkung die jungen Generationen selbstbewusst, positiv und reflektiert bleiben?

Was erwarten wir uns von Lehrpersonen, die damit ein weiteres, sehr relevantes Arbeitspaket alleine übernehmen müssen – möglicherweise ohne zeitgerechte Unterstützung und ohne Aus- oder Weiterbildung dazu?

Als Praktiker*innen halten wir wenig davon, Sexuelle Bildung politisch zu instrumentalisieren und mittels ihrer Inhalte zu moralisieren.

Die Wortwahl ist Instrument. Ein Thema das eine*n selbst so sehr berührt wie Sexualität darf nicht tabuisiert werden – das ist gefährlich. Für uns alle. 

Wenn wir über Sexualität sprechen, geht es uns um Konsens, um gesunde Beziehungen, um gelingendes Miteinander, Dialog, Respekt und Selbstbestimmung. Es ist unsere soziale Verantwortung dieses Signal an junge Menschen zu senden.

Darum – redmadrüber!

 

Und bitte bleiben wir ehrlich, direkt und #unaufgeregt

Für Sexualpädagogische Standards

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